Sprache in der digitalen Welt – Vermittlung, Variation, Politik

Willkommen zur offiziellen Website des 28. LIPP-Symposiums

Eine Veranstaltung im Philologicum der LMU München (hybrid), 30.11. – 02.12.2022

Schirmherrschaft: 

Prof. Dr. Michael Rödel (LMU München) 

Prof. Dr. Sonja Zeman (LMU München)

Keynotes:

Prof. Dr. Jannis Androutsopoulos (Universität Hamburg)

Prof. Dr. Eva Gredel (Universität Duisburg-Essen)

Prof. Dr. Konstanze Marx (Universität Greifswald)

Die digitale Welt beeinflusst durch ihre strukturellen Dimensionen die Art und Weise, wie unterschiedliche Akteure sprachlich handeln und welchen politischen wie pragmatischen Grenzen sie dabei unterworfen sind. Zwar stellen Digitalität und deren Einfluss auf Sprache als solche im sprachwissenschaftlichen Diskurs keine gänzlich neuen Forschungsgebiete dar, jedoch hat nicht zuletzt die noch immer andauernde Covid-19-Pandemie den Blick erneut darauf gelenkt, auf welche Weise der digitale Raum zum Austausch und zur Vermittlung von Wissen genutzt werden kann, um solchermaßen eine bestehende physische Distanz zwischen einzelnen Sprachnutzer*innen zu überbrücken. Dabei bietet die Digitalität nicht nur großes Potenzial für interaktive Vernetzung und Lehre, sie stellt Interagierende ebenfalls vor vielfältige kommunikative Herausforderungen und führt zu einer Veränderung von Sprache.  

Ziel des diesjährigen LIPP-Symposiums ist es daher, Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Disziplinen zusammenzuführen, um auf diese Weise ein multiperspektivisches und kritisches Bild des Themas zu erzeugen, die aktuelle Diskussion anzuregen und den interdisziplinären Austausch zu fördern. Im Fokus der Tagung stehen dabei die folgenden sowohl erkenntnisleitenden als auch verbindenden Fragestellungen: 

  • Welche Wirkung hat Digitalität auf Sprache und wie unterscheidet sich die Sprache in der digitalen Welt von derjenigen in der analogen? 
  • Welche Formen (z.B. Leetspeak, multimodale Kommunikationsformen) und Funktionen von Sprache/Sprachgebrauch lassen sich im Netz feststellen und kann im Zuge dessen gar von distinkten Varietäten gesprochen werden?
  • Inwiefern trägt eine politische/juristische Regulierung von Sprache in der digitalen Welt zur Schaffung von neuen sprachlichen Varianten und zu einer Bedeutungsveränderung von bestehenden lexikalischen Ausdrücken bei (z.B. Zensur als Innovationstreiber, Free Speech vs. Hate Speech, liberales Web vs. normative Sprachpolitik)?